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Eingewöhnung nach dem kinderzimmer Modell – so funktioniert der Start in den Kita-Alltag 

  • Circa 3 Minuten Lesezeit

Der Start in die Kita ist ein großer Schritt – für Kinder wie für Eltern. Damit dieser Übergang gelingt, braucht es Zeit, Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Familie und pädagogischem Team. Unser eigens entwickeltes Eingewöhnungsmodell hilft beim sanften Übergang in den neuen Lebensabschnitt. Es besteht aus vier Phasen, die individuell auf jedes Kind abgestimmt werden:

Phase 1: „Hallo Kita!“ – Ankommen und Kennenlernen

In den ersten Tagen bleiben Eltern gemeinsam mit ihrem Kind für etwa eine Stunde in der Kita. Ihr Kind soll die neue Umgebung in Ruhe entdecken können – mit Ihnen als sicherem Hafen an seiner Seite.

Wichtig dabei:

Phase 2: „Wie geht Kita?“ – Alltag erleben

Jetzt wird es spannend: Die erste kurze Trennung (5–10 Minuten) steht an. Diese wird vorher abgesprochen und sensibel begleitet. Wenn Ihr Kind sich trösten lässt, kann die Trennungszeit langsam verlängert werden.

Hilfreich dabei:

Vermeiden Sie Sätze wie: „Du musst keine Angst haben“ – das kann Unsicherheit verstärken. Und übrigens: Tränen sind normal – sie zeigen, wie eng die Bindung zu Ihnen ist.

Phase 3: „Ich lerne Tschüss zu sagen.“ – Erste Trennungen

Ihr Kind verbringt nun bis zu fünf Stunden in der Kita und nimmt immer mehr am Gruppenleben teil. 

Wir beobachten nun:

In dieser Phase tauschen Sie sich weiterhin regelmäßig mit den Erzieher:innen über Beobachtungen und Bedürfnisse aus.

Außerdem gut zu wissen: Zuhause kann Ihr Kind in dieser Phase anhänglicher oder auch mal unausgeglichener sein – das ist ganz normal und Zeichen der Verarbeitung. Zeigen Sie Verständnis für Veränderungen im Verhalten – Ihr Kind lernt gerade sehr viel!

Phase 4: „Ich kann Kita!“ – Angekommen im neuen Alltag

Ihr Kind ist nun angekommen: Es kennt den Tagesablauf, fühlt sich wohl und zeigt, was es braucht. Trotzdem darf es immer wieder Phasen geben, in denen Abschiede schwerfallen – besonders bei Entwicklungsschüben oder Veränderungen.

Unsere Tipps:

Und wenn es nicht klappt?

Manchmal braucht es mehr Zeit – und das ist völlig okay. Sollte sich Ihr Kind über einen längeren Zeitraum nicht lösen können, suchen wir gemeinsam das Gespräch. Ein Wechsel der Bezugsperson oder noch etwas mehr Zeit können helfen.

Unser Ziel: Ihr Kind soll sich bei uns sicher und geborgen fühlen – und Sie mit einem guten Gefühl loslassen können. Wir begleiten Sie und Ihr Kind mit Erfahrung, Geduld und Herz durch diesen wichtigen Start ins Kita-Leben.


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Dann störbern Sie gerne einmal durch unser kiziPendium – das große kinderzimmer-Nachwuchs-Nachschlagewerk für alle Eltern und Pädagog:innen. Sortiert nach den sieben Bildungsbereichen finden Sie in den digitalen Bänden viel Hintergrundwissen zur frühkindlichen Entwicklung sowie praktische Tipps für den Alltag.

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